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Mai
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Externer Datenschutzbeauftragter - Anonymisieren personenbezogener Daten

Externer Datenschutzbeauftragter Berlin-Brandenburg - anonymisieren personenbezogener DatenUnter Anonymisieren wird datenschutzrechtlich das Verändern personenbezogener Daten in der Form verstanden, dass die Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse der betroffenen Person nicht mehr oder nur mit einem unverhältnismäßig großen Aufwand an Zeit, Kosten und Arbeitskraft einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person zugeordnet werden können (§ 3 VI Bundesdatenschutzgesetz).
  

Wer muss personenbezogene Daten anonymisieren?

Das Gebot zum Anonymisieren richtet sich an verantwortliche Stellen aus den Bereichen der Markt- und Meinungsforschung (§§ 30, 30a Bundesdatenschutzgesetz) und der wissenschaftlichen Forschung (§ 40 Bundesdatenschutzgesetz).

Charakteristisch ist in beiden Bereichen, dass das Ausgangsmaterial personenbezogene Daten aufweist, ein Personenbezug in den Resultaten der Arbeiten jedoch unerheblich ist. Das Bundesdatenschutzgesetz verlangt daher, dass die personenbezogenen Daten zu anonymisieren sind, sobald dies nach dem Forschungsvorhaben oder –zweck möglich ist. Nach der Anonymisierung des Datenbestandes gelten die Daten nicht mehr als personenbezogen.

  
Was das Anonymisieren gewährleisten muss

Durch das Anonymisierungsverfahren muss gewährleistet sein, dass

  • im Nachhinein nicht ermittelbar ist, wer welchen Erhebungsbogen abgegeben hat
  • Einzelne nicht durch dermaßen eingrenzbare Angaben ohne unverhältnismäßigen Aufwand in der Menge aller Befragten bestimmbar sind
  • mehrere anonymisierte Datenbestände bei ihrer Übermittlung nicht in ihrer Verbindung das Zusatzwissen beinhalten, das einzelne Personen bestimmbar macht

  
Verfahren des Anonymisierens

Ein gängiges Anonymisierungsverfahren ist es beispielsweise bereits das Erheben und Speichern der Daten anonym durchzuführen. In der Regel wird jedoch das Nichterheben von Namen und Anschriften oder auch die Kombination einer Kennzeichnung der Erhebungsbögen und einer unter Verschluss gehaltenen Zuordnungsliste allein den datenschutzrechtlichen Vorgaben zum Anonymisieren nicht genügen.

Es sind daher meist mehrere Methoden in Kombination zur Anonymisierung erforderlich. Bewährt haben sich

  • das Nichterheben oder Löschen aller genauen und direkten Identifikationsmerkmale (Name, Anschrift, Geburtsdatum…)
  • die Ausprägung der zu erhebenden Merkmale so weit zu fassen, dass nicht nur eine Person mit der Merkmalsausprägung bestimmbar ist (z. B. „Geburtsjahr“ anstelle „Geburtsdatum“, „Alter über 80 Jahre“ anstatt „Alter 99 Jahre“)
  • das Ausschließen der Bestimmbarkeit einer einzelnen Person durch die Kombination von Merkmalsausprägungen
  • das Verwenden von kontrolliert in den Datenbestand eingefügte Zufallsfehler

 
  
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