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Jan
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Mehr Sicherheit für Smartphone, Tablet & Co.

Externer Datenschutzbeauftragter Berlin Brandenburg - Sicherheit für Smartphone, Tablet & Co.Verfasser: Detlef Fröhlich, externer Datenschutzbeauftragter (IHK)

Die Zeiten, zu denen Mobiltelefone nur zum Telefonieren und Schreiben von Kurznachrichten genutzt wurden, sind lange vorbei. Heute verfügen Smartphones dank modernster Technik über ein vielfältiges Einsatzspektrum. Sie dienen als Adressbuch, persönlicher Kalender und Navigationsgerät, ermöglichen einen schnellen Zugriff auf das Internet, E-Mails und soziale Netzwerke sowie das mobile Online-Banking und -Shoppen.

Doch das bietet auch Kriminellen und der Konkurrenz viele Angriffsmöglichkeiten. Mit ernsthaften Folgen: Sensible Daten werden abgegriffen, Daten und Funktionalitäten manipuliert, das Smartphone zur mobilen Abhörwanze umfunktioniert, Bewegungsprofile erstellt, die Kamerafunktion unbemerkt aktiviert oder auch der Zugriff auf das Gerät gesperrt. Mobile Geräte werden so immer häufiger zum Einfallstor für Ausspähungen, Datendiebstähle, schmutzige Tricks der Konkurrenz, Rufschädigungen, Erpressungen und vieles mehr.

Um vor bösen Überraschungen geschützt zu sein, sollten Sie daher alle Möglichkeiten nutzen, um Ihre mobilen Geräte sicherer zu machen. Folgende Vorsichtmaßnahmen helfen Ihnen dabei:

  

Nicht liegen lassen oder verleihen

Lassen Sie Ihre mobilen Geräte nicht unbeaufsichtigt liegen und verleihen Sie sie nicht. Bereits wenige Augenblicke reichen einem Angreifer aus, um ein Geräte zu manipulieren, Schadsoftware zu installieren oder wichtige Daten auszuspähen.

  

Wägen Sie sorgfältig ab

Bereits mit der Auswahl, der auf Ihrem mobilen Gerät zu speichernden Daten, eingesetzten An-wendungen und Verbindungsoptionen tragen Sie zur Erhöhung oder Minimierung der Sicherheit bei. Hilfreich ist es, sich vorzustellen, welche Auswirkungen ein Datenverlust, eine Ausspähung oder eine Manipulation des Gerätes für Sie selbst oder Ihr Unternehmen hätten.

  

Basisschutz

Für mobile Geräte wird Schadsoftware (Viren, Würmer und Trojaner) zu einer rasant  wachsenden Gefahr. Deshalb sollten alle internetfähigen mobilen Geräte über einen wirksamen Basisschutz verfügen. Dazu gehören ein aktuellerer Virenschutz, eine Personal Firewall sowie durch Sicherheitsupdates auf dem neusten Stand gehaltene Betriebssysteme und Software.

  

Sicherheitseinstellungen aktivieren

Viele mobile Geräte verfügen werkseitig über Sicherheitseinstellungen. Lassen Sie diese eingeschaltet oder aktivieren Sie diese.

  

Keine vertraulichen Gespräche

Mobile Geräte sind in der Regel nicht abhörsicher. Geheimhaltungsbedürftige Gespräche sollten Sie deshalb nur auf sicheren Kommunikationswegen führen.

  

Passwortschutz nutzen

Ein Passwortschutz beim Einschalten bzw. bei der Bildschirmsperre verhindert zumindest zeitweise einen unmittelbaren Zugriff auf Ihr Gerät und Ihre Daten. Wählen Sie ein sicheres(!) Passwort und achten Sie darauf, dass niemand Ihr Passwort bei der Eingabe ausspähen kann.  

  

Aktivieren Sie drahtlose Schnittstellen nur bei Bedarf

Über drahtlose Schnittstellen wie WLAN, Bluetooth und Infrarot lassen sich schnell und einfach Daten übertragen. Sie bieten aber auch Angreifern die Möglichkeit, auf Ihrem Gerät unerwünschte Programme zu installieren, heimlich Daten auszuspähen oder zu stehlen.

Sie sollten diese Schnittstellen daher nur dann aktivieren, wenn Sie sie tatsächlich brauchen, und nach dem Gebrauch wieder ausschalten Darüber hinaus sollte Ihre WLAN-Verbindung nach dem jeweils aktuellen Standard verschlüsselt sein und die Benutzerkennung anders lauten als der Gerätename, um Angreifern das gezielte Ausnutzen von Sicherheitslücken zu erschweren. Ebenso sollten Sie für den Bluetooth-Einsatz eine anonyme Benutzerkennung einstellen.

  

Vorsicht bei öffentlichen Hotspots

Vertrauliche Informationen sollten Sie am besten nicht über ein fremdes WLAN-Netz abrufen. Die meisten Hotspots verfügen in der Regel nur über ein geringes Sicherheitsniveau. Sollte eine Datenabfrage dennoch unumgänglich sein, nutzen Sie möglichst eine SSL-gesicherte Verbindung (z. B. https) oder ein Virtual Private Network (VPN).

  

Gefahren-Quelle Apps

Über bösartige Apps können gespeicherte Daten in fremde Hände gelangen, unbemerkt teure Telefonverbindungen aufgebaut, kostenintensive Premium-SMS versandt oder der Anwender dauerhaft überwacht werden.

Der beste Schutz ist es, möglichst wenige Apps zu installieren und wenn,  dann diese nur aus vertrauenswürdigen Quellen zu installieren. Prüfen Sie dabei in jedem Fall kritisch, welche Rechte die App fordert und ob Sie diese annehmen möchten. Zusätzlich kann Ihnen eine Suche im Internet helfen, die Seriosität einer App einzuschätzen. In vielen Fällen wird im Netz zeitnah darüber berichtet, ob eine App Schadsoftware in sich birgt.

Sobald Updates zur Verfügung stehen, sollten Sie diese möglichst umgehend installieren. Seien Sie aber auch hier vorsichtig. Herausgeber von Apps könnten das durch die Benutzung gewonnene Vertrauen missbrauchen und die App mit zusätzlichen Rechten ausstatten. Bevorzugen Sie aus diesem Grund ein manuelles Update, so dass Sie sich die Rechte erneut anzeigen lassen können.

Achten Sie auch regelmäßig auf die Statusleiste Ihres Gerätes. Anhand der entsprechenden Symbole können Sie erkennen, ob eine App Ortungsdaten sammelt oder eine Funkschnittstelle aktiv ist. Gehen Sie der Sache auf den Grund, wenn die entsprechenden Funktionalitäten von Ihnen nicht eingeschaltet oder bewusst genutzt werden.

Entfernen Sie jede nicht mehr benötigte App. Denn jede App beinhaltet potenzielle Sicherheitslücken und Angriffsmöglichkeiten.

  

Verschlüsseln Sie sensible Daten

Um sensible Daten vor unberechtigtem Zugriff zu schützen, sollten sie unbedingt mittels einer speziellen Software nur verschlüsselt gespeichert werden. Bei einem unautorisierten Zugriff zeigt sich dem Täter dann nur unbrauchbarer Datenmüll. Soweit möglich und praktikabel sollten Sie auch Ihren E-Mailverkehr verschlüsseln.

  

Machen Sie regelmäßig Sicherungskopien!

Bei Verlust, Diebstahl oder Manipulation des Gerätes haben Sie im Regelfall keinen Zugriff mehr auf Ihre Daten. Regelmäßige Backups schützen Sie vor einem Totalverlust der Daten. Sie erhöhen die Sicherheit Ihrer Datensicherung zusätzlich, wenn Sie sie an einem sicheren Ort aufbewahren.

  

alle Speicher löschen

Vor dem Verkauf oder der Entsorgung sollten alle Speicher sicher gelöscht werden. Die übliche Löschfunktion reicht dazu nicht aus. Die Datensätze könnten ansonsten relativ leicht wieder sichtbar gemacht und missbraucht werden.

  

  

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