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Externer Datenschutzbeauftragter - Auskunft an den Betroffenen

Externer Datenschutzbeauftragter Berlin Brandenburg - Auskunft an den BetroffenenIn § 34 Bundesdatenschutz ist geregelt, welche Auskünfte dem Betroffenen im Rahmen der Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten durch eine nicht-öffentliche Stelle (Unternehmen) zu erteilen sind.
  

Welche Auskünfte können verlangt werden

So hat der Betroffene grundsätzlich das Recht zu erfahren, welche Daten zu seiner Person gespeichert sind, vorher diese Daten stammen und an welche Empfänger seine Daten weitergeben wurden. Im Einzelfall können nach einer strengen Abwägung zwischen dem Interesse zur Wahrung des Geschäftsgeheimnisses und dem Informationsinteresse des Betroffenen Auskünfte verwehrt werden, wenn die Wahrung des Geschäftsgeheimnisses überwiegen sollte.

Die Auskunft ist in der Regel kostenlos zu erteilen.

Das Recht auf Auskunft kann durch Vertrag weder ausgeschlossen noch beschränkt werden (§ 6 Absatz 1 Bundesdatenschutzgesetz).

     
Form von Auskunftsersuchen und Auskunftserteilung

Bei seinem Auskunftsersuchen soll der Betroffene zwar näher bezeichnen, über welche Daten er eine Auskunft wünscht, er ist aber auch berechtigt, über alle Daten Auskunft zu verlangen.

Während das Auskunftsersuchen des Betroffenen an keine bestimmte Form gebunden ist, kann der Betroffene eine Auskunft in Textform verlangen. Eine Auskunftserteilung in Form einer E-Mail dürfte sich im Regelfall aufgrund der Sensibilität der Daten verbieten. Ein verschlossener Brief oder bei besonders sensiblen Daten ein einhändig zu übergebenes Einschreiben sind stets zu bevorzugen.

Vor einer Auskunftserteilung sollte in geeigneter Form die Identität des Ersuchenden überprüft werden.

Auch wenn einer Auskunftserteilung durch beauftragte Dritte erfolgen kann, sollte zur Vermeidung von Irritationen die Auskunft möglichst durch die verantwortliche Stelle erfolgen.
  

Besonderheiten und Ausnahmen von der Auskunftspflicht

Bei der Übermittlung von Listendaten für Werbezwecke, bei Scoring für Auskunfteien gelten besondere Regelungen zum Auskunftsrecht des Betroffenen.

In § 33 Absatz 2 Bundesdatenschutz ist geregelt, in welchen Fällen keine Auskunftspflicht besteht (z. B. Daten werden aufgrund von Aufbewahrungspflichten gespeichert und eine Auskunftserteilung würde einen unverhältnismäßig hohen Aufwand erfordern).
   

Folgen von Verstößen gegen die Auskunftspflicht

Nicht richtig, nicht vollständig oder auch nicht rechtzeitig erteilte Auskünfte können mit Bußgeld geahndet werden.
   

 

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