*

Jul
07

Externer Datenschutzbeauftragter – Lifelogging und Selftracking

Externer Datenschutzbeauftragter Berlin Brandenburg - Lifelogging SelftrackingEin neuer Trend boomt. Die Aufzeichnung seiner eigenen Lebensdaten und das möglichst rund um die Uhr. Auch Lifelogging („Lebensprotokollierung“) oder Selftracking genannt. Vom Herzschlag über die zurückgelegten Schritte bis hin zu seinen Denkleistungen vor und nach dem Kaffeegenuss werden alle möglichen Lebensdaten erfasst. Smartphones-Apps helfen immer mehr Menschen dabei, ihre Freizeitaktivitäten, Ernährungsgewohnheiten und ihr Wohlbefinden aufzuzeichnen und auszuwerten, um den eigenen Lebensstil zu optimieren.

Um diese Entwicklung zu bedienen kommen verstärkt Softwares und Smartphone-Apps auf den Markt. Sie messen und analysieren die Auswirkungen der Güte des Schlafes, des Energieverbrauchs oder auch von Lebensmitteln auf das Wohlbefinden, die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit.

  

Versicherer zeigen schon Interesse an persönlichen Aufzeichnungen

Die Selbstbeobachtung findet nun auch bei den Versicherungsgesellschaften große Beachtung. Mit Hilfe der gesammelten Daten lassen sich nämlich hervorragend Anreizsysteme und neue Tarifstrukturen gestalten und das Verhalten von Versicherten beeinflussen.

Die AOK Nordost (Allgemeine Ortskrankenkasse) hat dazu bereits in Kooperation mit einer Internet-Plattform ein Pilotprojekt gestartet. Die online von den Nutzern eingegebenen Daten werden dabei miteinander in Beziehung gebracht und in einen HealthScore umgerechnet. Als Parameter dienen u. a. Gewicht, Größe, Ernährung, Schlaf und Stress.  

Die DAK (Deutsche Angestellten Krankenkasse) stellt ihren Versicherten eine Smartphone-App umsonst zur Verfügung. Nach der Eingabe von Mitgliedsnummer, Gewicht und sportlichen Aktivitäten können über ein Bonussystem Krankenkassenbeiträge gespart werden.

Die Generali-Versicherung plant für die Nutzer einer Fitness-App spezielle Tarife.

  

Verlockende Boni vs. Risiken für höchst persönliche Daten

So interessant solche Anreizsysteme auf den ersten Blick für beide Seiten erscheinen mögen, so groß sind doch die Risiken für den Einzelnen. Die Preisgabe derart persönlicher Daten im Internet birgt die nicht unehrliche Gefahren in sich, dass die Daten von Dritten abgegriffen und missbraucht werden können. Neben Sicherheitslücken am Speicherort sind diese auch auf den Übertragungswegen mannigfaltig. Zudem sollte sich jeder sehr genau überlegen, ob er wirklich möchte, dass Dritten berechtigt oder unberechtigt die Möglichkeit einer Profilbildung über die eigene Person ermöglicht wird. Was heute vielleicht vorteilhaft erscheint, kann sich morgen möglicherweise schon ins Gegenteil verwandeln.

  

Auch die Bundesbeauftragte für den Datenschutz warnt vor Fitness-Apps

Am 16.07.2015 hat jetzt auch die Bundesbeauftragte für den Datenschutzschutz und die Informationsfreiheit, Frau Andrea Voßhoff, vor Fitness-Apps der Krankenkassen gewarnt. Näheres können Sie Ihrer Pressemitteilung entnehmen. Klicken Sie dazu einfach auf den folgenden Link: Pressemitteilung bfdi vom 16.07.2015

  

  

Externer-Datenschutzbeauftragter24.de - ...Ihre Experten für betrieblichen Datenschutz in Berlin und Brandenburg

Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail